Gesundheitsrisiko durch Tonerstaub?
Tonerhaltige Druckgeräte wie etwa
Laserdrucker oder Fax- und Kopiergeräte sind schon lange aus dem
beruflichen oder privaten Alltag nicht mehr wegzudenken. Der
behördliche, private und geschäftliche Schriftverkehr, aber auch
private Fotos werden hauptsächlich mit Toner ausgedruckt. Doch mit
steigender Druckleistung wird der Tonerstaub feiner und der
Druckausstoß stärker. Toner bestehen aus hoch komplexen Gemischen
mit verschiedenen physikalischen und chemischen Eigenschaften. Die
einzelnen Analysen zeigen, dass die Toner oft mit höchst
unterschiedlichen Schwermetallen und organischen Verbindungen
belastet sind. Insbesondere wurde die Feinstaubbelastung im Bereich
der ultrafeinen Stäube und Nanopartikel
festgestellt. Diese wirken toxisch, vor allem auf die Atemwege und
zeigen Krebserregende Wirkung. Zudem sind die Tonerstäube meist mit
gefährlichen Schadstoffen wie Blei, Nickel, Kupfer, Benzol oder
Quecksilber belastet. Die Schadstoffe werden inhalativ oder über die
Haut aufgenommen.
Die Risiken bestehen meist im normalen
Druckprozess, das heißt: Es können schon kurze Raumluftkonflikte
die Beschwerden auslösen, oder auch wie Plissee gefaltetes Papier nach einem Druckstau,
welches mit Toner bedruckt ist. In besonderem Maße sind jedoch
Menschen betroffen, die ständig mit Toner in Kontakt sind, sei es
beruflich, sei es privat: in erster Linie etwa beim Toner Nachfüllen.
Die
Feinstaubbelastung ist, nach zahlreichen Studien nach der Kausalität
der Erkrankungen, herstellerspezifisch. Bis heute sind die genauen
Ursachen bzw. Wirkstoffe, die im Toner schädlich wirken, nicht
eindeutig bestimmt. Die Reaktionen, die der Toner hervorruft, werden
nicht als klassische Allergie, sondern vielmehr als pseudoallergische
Reaktion eingestuft. Oft treten die Symptome mit deutlicher
Verzögerung auf.
Die Gesundheitsrisiken, welche durch Toner
hervorgerufen werden können, sind ein Umwelt- und
Gesundheitsproblem, das auf humanverträgliche und
wirtschaftsfreundliche Art und Weise zu lösen ist – etwa durch den
Einsatz alternativer Drucktechnik, durch Schadstoffminimierung oder
Filter.