Gesundheitsrisiko durch Tonerstaub?

11 Jun

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Tonerhaltige Druckgeräte wie etwa Laserdrucker oder Fax- und Kopiergeräte sind schon lange aus dem beruflichen oder privaten Alltag nicht mehr wegzudenken. Der behördliche, private und geschäftliche Schriftverkehr, aber auch private Fotos werden hauptsächlich mit Toner ausgedruckt. Doch mit steigender Druckleistung wird der Tonerstaub feiner und der Druckausstoß stärker. Toner bestehen aus hoch komplexen Gemischen mit verschiedenen physikalischen und chemischen Eigenschaften. Die einzelnen Analysen zeigen, dass die Toner oft mit höchst unterschiedlichen Schwermetallen und organischen Verbindungen belastet sind. Insbesondere wurde die Feinstaubbelastung im Bereich der ultrafeinen Stäube und Nanopartikel festgestellt. Diese wirken toxisch, vor allem auf die Atemwege und zeigen Krebserregende Wirkung. Zudem sind die Tonerstäube meist mit gefährlichen Schadstoffen wie Blei, Nickel, Kupfer, Benzol oder Quecksilber belastet. Die Schadstoffe werden inhalativ oder über die Haut aufgenommen.

Die Risiken bestehen meist im normalen Druckprozess, das heißt: Es können schon kurze Raumluftkonflikte die Beschwerden auslösen, oder auch wie Plissee gefaltetes Papier nach einem Druckstau, welches mit Toner bedruckt ist. In besonderem Maße sind jedoch Menschen betroffen, die ständig mit Toner in Kontakt sind, sei es beruflich, sei es privat: in erster Linie etwa beim Toner Nachfüllen.

Die Feinstaubbelastung ist, nach zahlreichen Studien nach der Kausalität der Erkrankungen, herstellerspezifisch. Bis heute sind die genauen Ursachen bzw. Wirkstoffe, die im Toner schädlich wirken, nicht eindeutig bestimmt. Die Reaktionen, die der Toner hervorruft, werden nicht als klassische Allergie, sondern vielmehr als pseudoallergische Reaktion eingestuft. Oft treten die Symptome mit deutlicher Verzögerung auf.

Die Gesundheitsrisiken, welche durch Toner hervorgerufen werden können, sind ein Umwelt- und Gesundheitsproblem, das auf humanverträgliche und wirtschaftsfreundliche Art und Weise zu lösen ist – etwa durch den Einsatz alternativer Drucktechnik, durch Schadstoffminimierung oder Filter.

Bildquellenangabe: Henrik G. Vogel / pixelio.de

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