Psychotherapie bei Essstörungen

13 Jan

Bulimie als Essstörung auf eine Tafel geschrieben.

Essstörungen gehören zu den häufigsten Krankheitsbildern der heutigen Zeit. Gerade Mädchen und junge Frauen sind von ihnen betroffen. Die Auswirkungen einer Fett- oder Magersucht sind zumeist äußerlich gut erkennbar, die Ursachen allerdings wirken in der Psyche der betroffenen Personen. Mit dem Thema „Essen“ wird ein seelischer Mangel kompensiert; doch wie dies geschieht, kann extrem unterschiedlich sein.

Übergreifende Merkmale aller Essstörungen

Als essgestört gilt eine Person, die die Nahrungsaufnahme nicht in gewöhnlicher Weise durchführt. Heißhungerattacken, Hungerkuren und Ess-Brech-Anfälle sind deutliche Begleiterscheinungen dieses Krankheitsbildes. Allen Betroffenen gemeinsam ist, dass das Essen ihre Gedankenwelt beherrscht. Den ganzen Tag über dreht sich alles um diese Thematik. Stellt man bei einem Familienmitglied oder im Freundeskreis derartige Tendenzen fest, sollte man hellhörig werden. Bulimie- und Anorexie-Patienten wissen oft genau über ihren Energieumsatz bescheid. Sie lernen Kalorientabellen auswendig und kennen sich mit den Inhaltsstoffen sämtlicher Lebensmittel hervorragend aus. Viele Essgestörte können ihre Körpermaße nicht richtig einschätzen. Die Selbstwahrnehmung ist verschoben und so sehen sich an Magersucht Erkrankte noch immer als zu dick und Fettleibige häufig gar nicht mehr im Spiegel an. Außerdem leugnen Erkrankte ihr Essverhalten. Wer unter Adipositas leidet, behauptet noch nicht gegessen zu haben. Anorexie-Patienten erläutern stattdessen, satt zu sein, da sie angeblich gerade eine Mahlzeit hatte.

Wenn die Seele hungert

Die Ursachen für die Essstörungen sind vermutlich so individuell, wie die Patienten selbst. Darum braucht es professionelle Unterstützung und Hilfe, um den persönlichen Gründen der Erkrankung nachzugehen. Wer unter www.psychotherapie-lamparter.de den Kontakt zu einer Psychologin sucht, hat den ersten und wichtigsten Schritt gen Heilung bereits getan. Auffällig ist, dass viele Essgestörte schon in der Kindheit Mahlzeiten nicht als genussvoll erfahren haben. Essen war von den Eltern befohlen und eine Notwendigkeit, aber Freude und Geselligkeit hatten damit nichts zu tun. Bei der Nahrungsaufnahme wird darüber hinaus Dopamin, ein sogenanntes Glückshormon ausgeschüttet. Adipöse Menschen, die berufliche und private Probleme haben, erleben beim Essen manchmal die einzig sorglosen Momente des Tages. Gegenteiliges wird bei Magersüchtigen beobachtet. Im Alltagsleben überfordert, genießen sie die absolute Kontrolle über ihren eigenen Körper.

Die Psyche quält die Physis

Für viele Außenstehende erschließt sich das Krankheitsbild einer Essstörung nicht auf den ersten Blick. Gerade Bulimie-Kranken sieht man ihr Leiden nicht immer an. Sie wirken normalgewichtig und lassen ihre Ess-Brech-Anfälle nur in den eignen vier Wänden zu. Über Jahre oder gar Jahrzehnte hinweg haben die Patienten gelernt, ihre letztendlich lebensbedrohliche Erkrankung zu verheimlichen und zu kaschieren. Denn eines wird häufig unterschätzt: Alle Essstörungen führen irgendwann zum Tode. Die lange antrainierten, ungesunden Verhaltensmuster lassen sich allerdings nicht medikamentös behandeln. Einzig gegen die damit oft einhergehenden Depressionen kann eine Medikation helfen. Den tiefgründigen, psychologischen Aspekten muss man mit einer Therapie begegnen, andernfalls sind die Chancen auf Heilung äußerst gering.

Die Lebensfreude wieder zurückgewinnen

Essen ist Genuss. Die meisten Menschen würden dieses Statement ohne zu zögern unterschreiben. Für Essgestörte ist die Nahrungsaufnahme allerdings zum Problem geworden. Sie haben verlernt oder vielleicht noch nie erlernt, dass Lebensmittel nicht ihr Feind sind. Diese Diskrepanz zu lösen, ist die Aufgabe der Psychotherapie.

Weitere Informationen unter: http://www.bzga-essstoerungen.de/

Bildquelle: © DOC RABE Media – Fotolia.com

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