Symptome und Folgen der Magersucht

19 Jun

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Magersucht ist eine sehr ernst zu nehmende, psychosomatische Erkrankung. Etwa eins von hundert Mädchen ist betroffen, für zwischen 10 und 15 Prozent verläuft die Magersucht tödlich. Besonders wichtig ist es deswegen, Magersucht frühzeitig zu erkennen und die Betroffenen darauf anzusprechen.

Magersucht Symptome

Das charakteristischste Merkmal der Magersucht ist exzessives Hungern. Doch dies lässt sich nicht immer leicht erkennen. Magersüchtige werden oft Experten darin, zu lügen, sie hätten schon gegessen. Teilweise bekochen sie sogar die ganze Familie und behaupten, sie hätten ihren Teil schon vorher gegessen. Immer wieder essen sie in Gesellschaft ganz normal, um es später wieder zu erbrechen oder sie behelfen sich beispielsweise mit Abführmitteln. Dies ist nicht zu verwechseln mit der Bulimie, eine Essstörung, bei der die Betroffenen überwiegend eine Gewichtsabnahme durch regelmäßiges Erbrechen und Medikamentenmissbrauch, aber ohne hungern anstreben. Die Gedanken von Magersüchtigen drehen sich oft den ganzen Tag um das Thema Essen. Sie beginnen, sich in sich selbst zurückzuziehen und soziale Kontakte zu vermeiden. Stattdessen zählen sie Kalorien und ernähren sich übertrieben gesund. Die Erkrankten werden zu regelrechten Experten, was Kalorienverbrauch und Kalorienanzahl in Lebensmitteln betrifft. Ein besonders deutliches Symptom ist deswegen ein rapider Gewichtsverlust. Teilweise leiden die Betroffenen aber auch unter Heißhungerattacken, für die sie sich später schämen und nach denen sie versuchen, noch weniger zu essen. Zusätzlich treiben Magersüchtige oft viel Sport. Weitere Symptome sind ständiges Frieren, Muskelschwäche, verminderte Konzentration und Schwächeanfälle.

Folgen der Magersucht

Ein teilweise lebensgefährliches Untergewicht ist eine besonders gravierende Folge der Magersucht. Damit einher gehen Durchblutungsstörungen, Herzrhythmusstörungen, Nierenschäden und Knochenerweichung. Die Periode bleibt aus, was eine Einschränkung der Fruchtbarkeit zur Folge haben kann. Zusätzlich leiden viele Betroffene unter Depressionen bis hin zu Suizidgedanken. Besonders wichtig ist es deswegen, einfühlsam auf die Betroffenen zuzugehen. Ohne eine Therapie schaffen es die wenigsten, dem Teufelskreis der Magersucht dauerhaft zu entkommen.

Weitere Informationen: Magersucht Erfahrungsberichte.

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