Was tun, wenn der Magen rumort

27 Sep

fridge with food

„Gesundheit ist das Schweigen der Organe.“ lautet ein Sprichwort. So macht sich unser Magen und Verdauungssystem auch meistens kaum bemerkbar. Ein leichtes Knurren oder Gluckern ist im Regelfall als völlig normal zu werten und deutet nur auf eine funktionsfähige Verdauung hin. Was aber tun, wenn es im Magen rumort, krampft oder unangenehme Völlegefühle entstehen? Bei Magenbeschwerden bieten sich zunächst eine ganze Reihe an natürlichen und pflanzlichen Hausmitteln an.

Kümmel

Kümmel gehört zur Pflanzenfamilie der Doldenblütler, welche einen hohen Anteil an ätherischen Ölen und natürlichen Gerbstoffen aufweisen. Seine Verwendung als Gewürz liegt neben der aromatischen Wirkung auch in seiner verdauungsfördernden Wirkung. Traditionell werden so vor allem auch fette Speisen, wie Würste, mit Kümmel gewürzt, um sie bekömmlicher zu machen. Bei Magen- und Verdauungsbeschwerden bietet sich aber auch ein Kümmeltee aufgrund der krampflösenden Wirkung an.

Fenchel

Auch Fenchel gehört zur Gruppe der Doldenblütler, wobei zwischen Gewürz- und Gemüsefenchel unterschieden wird. Ersterer dient unter anderem zur Herstellung des Fencheltees, welcher ebenfalls krampf- aber auch schleimlösende Wirkungen aufweist und so den Magen beruhigen kann. Es sei angemerkt, dass Fenchel so genannte Methyleugenole als aromagebende Komponenten enthält. Diesen werden, bei vermehrtem Konsum, gesundheitsschädliche Eigenschaften beigemessen, was gerade für Säuglinge aufgrund des geringen Körpergewichts problematisch werden kann.

Kamille

Die echte Kamille, ein so genannter Korbblütler, vereint viele positive Wirkungen. Als Arzneipflanze wird sie nicht nur bei Magen- und Darmbeschwerden wie Gastritis, Enteritis oder Kolitis eingesetzt. Auch wirkt sie karminativ: Durch die krampflösenden Eigenschaften sowie eine Verbesserung der Durchblutung des Darms werden so Blähungen vorgebeugt. Kamille wirkt aufgrund ihrer antibakteriellen Inhaltsstoffe zusätzlich entzündungshemmend, aber auch vermindernd auf eine mikrobielle Gasbildung im Darm. Ihre schleimlösenden Eigenschaften Verleihen der Kamille zusätzliche Wirkung bei Atemwegsbeschwerden. Neben dem klassischen Kamillentee, der aus den Blüten bereitet wird, gibt es auch hochkonzentrierte Auszüge, wie beispielsweise Kamillan, aus der Heilpflanze des Jahres in 2002. Kamillan vereint die positiven Wirkungen der Kamille mit einer weiteren Arzneipflanze, der Schafgabe, welche zusätzlich schmerzlindernd wirkt und bietet sich so gerade zur Behandlung von Magenbeschwerden an.

Ganz generell gilt aber: Sollten Magenbeschwerden längere Zeit andauern, oder starke Schmerzen verursachen, kann sich hinter der vermeintlichen Magenverstimmung auch eine ernsthafte Krankheit verbergen. In diesem Falle sollte unbedingt zur Abklärung ein Arzt hinzugezogen werden.

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